Vortrag 2009

Fische und Fischfang am Fluss

Vorltag Ober die Gewtissersituetion im Naturschutzgebiet (NSG) BOtgfeIder WOmme-Wiesen: Die stitfung Nordwest Natur und SFV Bl&tr/6n informieren in einem historisch angelegten Diskurs Ober die Entwicklung der Fischpopulation in der WOmme sowie Ober drm Renaturierongsfortschritt im Naturschutzgebiet.

Am Freitag, den 11. September 2009. waren etwa 15 Naturinteressierle der Einladung von Gunnar Oertel (Nordwest Natur) gefolgt und versammelten sich ab 18.00 Uhr am Hof Krentzel in Hexenberg. Anschließend folgte ein angeregter Meinungsaustausch bei Bratkartoffeln und Räuscherfisch.

Gunnar Oertel beginnt mit Darstellung der ursprünglichen Gewässersituation und den überlieferten Fischfängen aus dem frühen 18. Jahrhundert. "Die Meier zahlten ihre fälligen Abgaben vorzugsweise in Fonn von Fisch auf so genannten Stiegen", beschreibt der Fachmann den Fischreichtum in der WammeRegion. "Diese Mengen konnten die Landesherren zum Teil gar nicht verwerten" Die Situation änderte sich mit dem Ausbau der Gewässer zum Zwecke des Hochwasserschutzes und der Landesnutzung. Wehranlagen und Steinschüttungen fUhren ab 1900 zu einem Einruch der Fischerträge. "FrOher kannte man im Wümme-Gebiet keine Gezeiten", erläutert Oertel. "Schilfröhricht wird zum Beispiel durch die Strömung einfach abgeknickt.· Tidenhub, mit einhergehender starker Strömung, zerstört die Ufervegetation und schadet damit auch der Fluss-Fauna. Umweltorganisationen und Landschafts-Verbände wehren sich heute gegen eine Weservertiefung, denn der lidenhub würde weiter zunehmen und den Bemühungen der Sportfischer und NaturschOtzer in der Modellregion Wümme entgegen wirken. Das Ziel: Wasserbauliche Eingriffe weitestgehend entfemen und dem Fluss eine natürliche Gestalt geben - Uferbefestigungen entfemen, Wehre durch Sohlgleiten ersetzen und damit eine topographische Vielfalt gewährleisten. "Diese Ziele sind bisher ziemlich weit realisiert worden, aber oft ist der ROckbau solider Betonwehre einfach zu teuer", sagt Oertel.

Es folgten Beiträge durch Hausherren Klaus Krentzel Ober das Privatmuseum mit Darstellung der Fischfangmethoden Ober andertahlb Jahrhunderte anhand von Ausstellungsstücken. Willy Just und Harald LCillmann vom Gewässerschutz des SFV Bremen referierten über die Bedürfnisse heimischer FIscharten, Hegemaßnahmen und dem Naturschutz-Engagement der SportfIscher. Höhepunkt bildete ein gemeinsames Abendessen In der Ausstellungs-Diele des Blnneboom-Museums (Hof Krentzel) mit Bratkartoffeln von Ehegattin Jutta Krentzel und frischem Räucherflsch von Harald LOlimann mit der einleitenden Vorgehensbeschreibung durch Wlily Just: "Fisch einfach ausziehen und durch die Zähne ziehen .. ."



Aktuelles

Denken Sie daran rechtzeitig Ihre Fanglisten einzureichen. Das ist zwar nichts ganz aktuelles, aber daran sollte man immer mal denken :)

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