2010 Fischsterben in der Tonkuhle

Die Helfer bargen vor allem große Brassen und Rotaugen, aber auch kleine Hechte, Barsche und einige Zander. Weitere Untersuchungen müssen zeigen, wie sehr der Fischbestand in Mitleidenschaft gezogen Wurde, große Karpfen, Schleien und kleine Aale scheinen den Sauerstoffmangel überstanden zu haben.

Fischsterben in der Tonkuhle 2010

Gewässerschützern des SFV Bremen e. V. bot sich ein grauenvolles Bild an der Tonkuhle bei Ahausen

Ahausen, den 23. August 2010. Alarmiert durch Hemelinger Angelkollegen machte sich 2. Gewässerwart Willy Just zu Beginn der 34. Kalenderwoche auf den Weg zum kleinen See an der Weser – zahlreiche verendete Fische trieben an der Oberfläche. Eine Messung gab ersten Aufschluss über die Ursache: Der Sauerstoffgehalt des Wassers lag bei lediglich zehn Prozent des Normalwertes.

Wenig später rückte die Gewässerschutzgruppe an, um den See mit Pumpen zu belüften und anschließend die toten Fische aus dem See zu beseitigen. Mit Wathosen und Keschern ausgerüstet, dauerte die Bergung anderthalb Tage. „Wir haben etwa 300 bis 400 kg Fisch aus dem See geholt“, schätzt unser erster Referent für Gewässerschutz, Ralf Klanke, „darunter viele große Brassen, Rotaugen, Barsche, Zander und Hechte.“

Kleinere Fische waren kaum zu sehen, aber vermutlich waren diese bereits von den zahlreich kreisenden Möwen weggepickt. Möglicherweise fiel nicht die gesamte Population dem Sauerstoffmangel zum Opfer, denn viele Jungfische bewegten sich im Uferbereich und Karpfen und Schleien fanden sich nicht unter den verendeten Fischen. Der Grund für den Sauerstoffmangel bleibt zunächst unklar: „Vermutlich wurden durch den Regen Nährstoffe ins Wasser eingeschwemmt, die zu einem verstärkten Algenwachstum führten und so die Katastrophe aus lösten“, mutmaßt Ralf Klanke. Weitere Untersuchungen müssen nun zeigen, was das Problem war.



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